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Ein Knopfdruck spart Geld

[06.05.2009] Stromsparen ist in aller Munde, zum einen wegen der Umwelt zum anderen wegen des Geldbeutels. Doch bei der Umsetzung hapert es manchmal, vor allem an den Arbeitsplätzen.

Vermeidbare Energieverbräuche durch PCs

IKS hat festgestellt, dass im Mittel 250 PCs in der städtischen Verwaltung über Nacht einfach weiterlaufen, weil sie nicht heruntergefahren wurden. Nun denken vielleicht viele Kolleginnen und Kollegen, das bisschen Energie, das sie dadurch verschwenden, wäre nicht dramatisch. Summiert man jedoch den Energiebedarf dieser Rechner auf und betrachtet die damit verbundenen Kosten sowie den CO2-Ausstoß, dann reden wir hier nicht mehr über „peanuts“.

Gehen wir davon aus, dass diese PCs auch am Wochenende oder im Urlaub laufen, so sind sie pro Jahr rund 7000 Stunden unnötig in Betrieb. Rechnen wir mit einer Leistungsaufnahme von nur 50 Watt, die ein solcher PC ungenutzt braucht, so ergibt sich folgendes Bild:

                                Ein Arbeitsplatz                         Summe
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Stromverbrauch                 350 kWh                           87,5 MWh
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Kosten                                   52,50 €                               13,125 €
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CO2-Ausstoß                         175 kg                              43,745 t
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Bäume                                         9                                      2188
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Dieser Stromverbrauch entspricht immerhin dem Bedarf von 20 Familien. Da sich nicht jeder unter einem Kilogramm CO2 etwas vorstellen kann, wurde das CO2 in Bäume umgerechnet. Ein Baum wandelt im Mittel 20 kg CO2 im Jahr in Biomasse um[i]. Wir müssten also rund 2200 Bäume zusätzlich bei der Stadt pflanzen, um allein diesen unnötigen CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Daher der Appell an alle Kolleginnen und Kollegen, sich 30 Sekunden am Tag Zeit zu nehmen und den PC ordnungsgemäß herunterzufahren. Wer den Stromverbrauch seines Computers wirklich auf Null bringen will, der schaltet seinen PC auf der Rückseite aus, denn nur dann ist auch das Netzteil von der Stromversorgung abgehängt.

[1] Dies ist ein grober Mittelwert, der wahre Wert kann je nach Baumart (Laubbäume mehr als Nadelbäume), Alter (junge mehr als alte) und Standort (Tropen mehr als kalte Regionen) stark schwanken.

 (Autor: Dr. Ingo Friedrich, Amt für Klima- und Umweltschutz)

 

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